Auf dieser Seite wollen wir auf unsere über 121-jährige Geschichte unserer Feuerwehr zurückblicken. Geht mit uns auf die schöne Reise in die Vergangenheit und erlebt die verschiedenen Ereignisse mit, die sich in der Zeit des Bestehens der FF-Tröpolach ergeben haben. Nicht alle Überlieferungen sind vorhanden, aber so gut als möglich wurden die vorhandenen rekonstruiert.

 

 

Die Geschichte der FF-Tröpolach

Vor über 121 Jahren gingen 36 beherzte Männer unseres Dorfes daran für die Bevölkerung eine Selbstschutzorganisation zu schaffen.Eine klare Erkenntnis war es, dass der Einzelne im Kampf gegen die Elemente und Naturgewalten nicht bestehen kann und dass es des Idealismusses einer geschlossenen und gut organisierten Einrichtung bedarf um den vielseitigen Gefahren der Natur entgegenzuwirken. Diese Selbsthilfeorganisation, damals wurde sie schon "Freiwillige Feuerwehr" genannt, wurde am 15. August 1887 gegründet.

 

Urkunden aus dem Jahre der Gründung 1887 und Liste der Kommandanten

 

Als erster Kommandant ist der Lehrer Martin RINNER und als sein Stellvertreter Jakob SCHABUS genannt. Im Jahre 1888, kurz nach der Gründung wurde das erste provisorische Löschgerät, ein Hydrophor angeschafft und kurz vor der Jahrhundertwende durch ein neues ergänzt. Dieses Hydrophor ist heute noch als funktionsfähiges Schaustück in unserer Feuerwehr vorhanden und wurde anlässlich des 110-jährigen Jubiläums der FF Tröpolach im Juli 1997 neu restauriert. Der Initiator der Restaurierungsarbeiten, Zugskommandant HBM Hermann KATZER leistete viele unentgeltlich Stunden, damit das Schmuckstück wieder in neuem Glanz erstrahlte.

 

links:
Bild vom 100-jährigen Hydrophor, das zum 110-jährigen Jubiläum restauriert wurde.
Am Bild (v.l.n.r.) die Altkameraden

Mathias MANDLER vlg. Brenner
Franz JOST
Alfred STATTMANN vlg. Mörtele
Erwin GUGGENBERGER vlg. Melautz
Jakob STATTMANN vlg. Müllner
HBM Hermann KATZER

rechts:
Das restaurierte Hydrophor heute

 


Jahrhundert alte Ausrüstung der Feuerwehr

Bild von der Feuerwehr um die Jahrhundertwende mit Hydrophor und Gerätehaus
Im alten Schulhaus am Dorfplatz von Tröpolach, wo heute das Kriegerdenkmal steht, waren die Löschgeräte untergebracht.1890 übernahm der Lehrer Thomas Hohenwarter das Kommando über die Wehr. Unter ihm wurden die Männer einheitlich uniformiert und ausgerüstet.

In weiterer Folge wurde dann In Gemeinschaftsarbeit ein Gerätehaus erbaut.

 

Am 6. August 1898 brach der schwärzeste Tag seit Menschengedenken über Tröpolach herein. Am Vormittag brach ein Brand beim vlg. Bock aus, der sich rasch ausbreitete und zum Großbrand wurde. Die Menschen eilten von den Feldern heim, Holzknechte stürmten von den Bergen herunter mit der Bereitschaft zu retten, was noch zu retten war. Um jedes Haus wurde gerungen, trotzdem fiel aber fast das halbe Dorf den Flammen zum Opfer. Sie mussten sich diesem Kampf angesichts der begrenzten technischen Hilfsmittel, der ungünstigen Windverhältnisse und der Bauweise der damaligen Gebäude geschlagen geben. Im Jahre 1909 wurde der Schmiedemeister Oswald Tschojer zum Kommandanten gewählt. Er bekleidete 25 Jahre dieses Amt.

1915 wurde eine Gebirgsspritze angekauft.
1926 wurde der Feuerschutz von Tröpolach durch den Bau der Wasserversorgungsanlage und dem damit verbundenen Hydrantennetz wesentlich verstärkt.
1944 erhielt die Wehr die erste Motorspritze und zwar eine Bezirksreservespritze, welche nach dem Ankauf einer eigenen - einer RW 80 im Jahre 1949 dem Bezirk wieder zur Verfügung gestellt wurde.


Die erste eigene Tragkrafspritze der FF Tröpolach, eine RW 80

 

1948 wurde in Gemeinschaftsarbeit ein moderner Schlauchturm beim Gerätehaus errichtet.

Der neue, dazugebaute, Schlauchturm

 


Aktive Mannschaft der FF Tröpolach in den 70-er Jahren, angetreten zur Auslosung für den Bezirksleistungsbewerb in der Stufe IV
1953 erfolgte die Anschaffung einer Alarmsirene. Bis zu dieser Zeit erfolgten die nächtlichen Alarmierungen durch die Nachtwächter.Bei den Bezirksleistungsbewerben 1969 nahmen die damalige 2. Gruppe unter Gruppenkommandant Warmuth Emil in der Stufe II und die 1. Gruppe unter Gruppenkommandant Gerhard Schabus teil und erzielten dabei in beiden Stufen den Bezirksmeister.

 

Am 23. Oktober 1971 trat die Feuerwehr gleichsam in das vollmotorisierte Zeitalter ein. An diesem Tag wurde das Löschfahrzeug der Type Landrover übernommen und in den Dienst gestellt.

1975 wurden die Tragkraftspritze VW 75 und weiters eine Schmutzwasserpumpe und ein Notstromaggregat angeschafft.Auch das Feuerwehrhaus wurde mehrmals in Gemeinschaftsarbeit und unter Aufwendung von vielen tausenden unentgeltlichen Stunden umgebaut und vergrößert.

Durch den immer weiter fortschreitenden Ausbau der Karnischen Skiregion und der steigenden Anzahl der Beherbergungsbetriebe am Naßfeld und in Sonnleitn entstand im Jahre 1988 eine Außengruppe der Feuerwehr am Naßfeld mit ca. 10 Mann um für die Erstmaßnahmen im Ernstfall gerüstet zu sein.


1989 erhielt die Wehr ein modernes Löschfahrzeug mit Allradantrieb der Marke Mercedes Unimog.
1994 kämpfte die Wehr gegen die Flammen beim Wirtschaftsgebäude der Familie Martin vlg. Irg in Schlanitzen. Das Wirtschaftsgebäude brannte bis auf die Grundmauern nieder.

1998 ereignete sich ein Großbrand beim Hotel Robinson Club Schlanitzen Alm, bei dem das gesamte Haupthaus den Flammen zum Opfer fiel. Die Feuerwehren mussten bei eisiger Kälte von -17° C und starkem Wind dem Brand Herr werden.

 


2003 wurde die Tragkraftspritze Empl Tornado 1500 als Ersatz für die TS VW 75 angeschafft.

 

Die Feuerwehr Tröpolach nahm an vielen Bezirks- und Abschnittsleistungsbewerben teil. Zu Brandeinsätzen und technischen Einsätzen musste die Feuerwehr oftmals ausrücken. Bei Hochwasserkatastrophen in den Jahren 1903, 1926, 1951, 1965, 1966, 1983, 1993 und 2003 musste Hilfe geleistet werden.